Makrosaison 2016 – Teil 1 „Schmetterlinge“

Schön langsam neigt sich die Schmetterlingssaison 2016 dem Ende zu. Es werden sicherlich noch da und dort vereinzelt Falter unterwegs sein, aber die Hauptflugzeit ist für die meisten Arten leider vorbei. So habe ich mich hingesetzt und die vergangenen Monate Revue passieren lassen. In einem Wort zusammengefasst würde ich dieses Jahr als „durchwachsen“ bezeichnen. Einerseits haben unsere zahlreichen Ausflüge und Reisen, die natürlich vor allem dem Auffinden von für uns neuen Arten galten, viel Erfreuliches gebracht, andererseits sind in den heimischen Bereichen einige Arten fast vollständig ausgeblieben. Aber unter dem Strich gesehen, würde ich für mich dieses Jahr doch als sehr erfreulich sehen, denn die Eindrücke der vielen „Neufunde“ lassen so manche Enttäuschung verblassen. Denn wir konnten zwar in unseren heimischen „Standard“-Gebieten einige feine Bilder machen, aber die Vielzahl an Arten und Individuen, wie in der Vergangenheit, konnten wir leider nicht finden. 02_B8P4116 Zurück zum Star der Saison Nachdem das Jahr gleich mit einem winterlichen „Zitronenfalter/ Gonepteryx rhamni“ begonnen hat und der Makro-Urlaub in Slowenien sehr erfolgreich war, wurde dann die viele Zeit für die intensive Suche nach dem „Blauschillernden Feuerfalter/ Lycaena helle“ belohnt. Mit ihm fanden wir auch eine Wiese mit zahlreichen frischgeschlüpften „Randring-Perlmutterfalter/ Boloria eunomia“. Während unseres Urlaubs in Castelluccio/ Italien konnten wir neben den vielen Mohn- und Kornblumenfeldern auch „Eros-Bläulinge/ Polyommatus eros“ und „Rubin-Widderchen/ Zygaena rubicundus“ fotografieren. 53_eros_U0I4982 Doch die anschließenden Tage auf der Gerlos im Tirol-Salzburger-Grenzbereich brachten sicher eines der eindrucksvollsten Erlebnisse. Am Ende unseres letzten Tages, kurz nach Sonnenuntergang, fanden wir den Schlafplatz von ein paar „Hellen Alpenbläulingen/ Plebejus orbitulus“ und „Quendel-Ameisenbläulingen/ Maculinea arion“. Die Freude, sie zu finden ohne sie gezielt suchen zu müssen, war dementsprechend groß. Die Heimreise am nächsten Tag wurde spontan um ein paar Stunden verschoben, um frühmorgens noch genug Zeit für ein paar Fotos zu haben. 72_arion_U0I6679_lr Ich denke dieses Jahr wird mir in guter „Makro-Erinnerung“ bleiben und vielleicht lassen sich ja ein paar der schönen Erlebnisse im nächsten Jahr wiederholen. In meiner Galerie habe ich eine Auswahl der diesjährigen Bilder zusammengestellt – zur Galerie. Bilder aus Slowenien und Kroatien findet ihr HIERTeilen: facebook