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2026Istrien 2026
Aufgrund der positiven Erfahrungen im Jahr 2025 stand für mich 2026 ein längerer Makro-Urlaub Mitte bis Ende Mai auf Istrien am Plan. Die heimische Wetterlage im Frühjahr veranlasste uns dann aber ungeplant schon Anfang Mai und auch Anfang Juni jeweils ein verlängertes Wochenende dort zu verbringen.
Anfang Mai galt es vor allem festzustellen wie weit die Natur war, sprich welche Orchideen waren schon verblüht, welche blühen und welche werden bald kommen. Auch bezüglich der Schmetterlinge wollten wir uns einen ersten Überblick verschaffen. Während bei den Orchideen im Großen und Ganzen alles „normal“ war, hatten die Schmetterlinge eine Überraschung für uns parat.
Einen „Blauschwarzer Eisvogel / Limenitis reducta” kannte ich bisher nur aus den Bestimmungsbüchern. Ihn einmal zu sehen, hatte ich nicht erwartet – und dann saß er direkt neben dem Auto als ich ausstieg 😊
Sehr erfreulich war auch zu sehen, dass sich der Standort der „Ophrys zinsmeisteri“ nach der Erneuerung der Strommasten in ihrem Habitat wieder erholt hatte. Von „Orchis anthropophora“ war infolge der anhaltenden Trockenheit leider nur ein einziges Exemplar zu finden, aber immerhin war eines da. Der einzige echte Wermutstropfen war die Asphaltierung einer bisherigen „weißen Straße“, die die Vernichtung eines Standorts der „Ophrys illyrca“ mit sich brachte.
Den Urlaub Mitte Mai verbrachten wir diesmal zu viert mit Ramona und Manfred Pölzlbauer. Waren die ersten Tage noch zu nass und zu kalt um fotografisch richtig aktiv sein zu können, war es am Ende dann schon wieder fast zu warm.
An Motiven war kein Mangel. Orchideen und Schmetterlinge gab fast auf jeder Wiese zu finden. Nur die „heißersehnte“ Schmetterlingshaft ließ uns praktisch bis zum Ende warten. Der Überraschungsfund einer „Haubenfangschrecke / Empusa fasciata“ dazwischen war da mehr als nur ein „Pausenfüller“ 😉
Anfang Juni war zwar erwartungsgemäß im Küstenbereich die Orchideenzeit mehr oder weniger vorbei. Doch die Insektenwelt hatte einiges zu bieten.
Einen weiteren Falter, mit dessen Zusammentreffen ich nie gerechnet hatte, hatte ich auf einmal vor der Linse – „Blauer Eichen-Zipfelfalter / Favonius quercus“ – und für mich total überraschend auch den „Saumfleck-Perlmuttfalter / Brenthis hecate“.
Schmetterlingshaften gab es eigentlich auf jeder Wiese. Ein ganz besonderes Erlebnis war es den „Hochzeitsflug“ der Haften beobachten zu können. Über einer relativ kleinen Fläche waren für rund 15 Minuten unzählige Haften in der Luft. Männchen fingen sich Weibchen ein, dreht gemeinsam ein paar Runden. Dann setzten die Männchen die Weibchen auf Halmen ab und flogen weiter. Es ist eigentlich nur schwer zu beschreiben was da passierte. Nicht einmal zusammengerechnet hab ich bis dahin so viele Haften gesehen, wie in den wenigen Minuten auf einmal auf diesem Fleck – an fotografieren war da gar nicht zu denken.
Ich überlege immer wieder, wann es mir dort besser gefällt. Anfang der Saison gibt’s mehr Orchideen, gegen Sommer mehr Falter und andere Insekten. Eigentlich sollte ich dort von Mitte April bis Mitte Juni bleiben 🤗
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