Frühling in Griechenland? – Peleponnes 2026

Am 1. April ging es für uns von Rhodos weiter nach Athen – und von dort aus auf den Peloponnes, wo wir unsere Orchideenreise fortsetzen wollten. Neue Gegend, neue Arten, neue Eindrücke – nur das Wetter schien uns treu zu bleiben. Die Morgentemperaturen waren sogar noch frischer als vorher, dafür wurden wir an vielen Tagen zumindest vormittags mit Sonne und trockenen Bedingungen belohnt.

Für mich als echten „Peloponnes-Neuling“ war die Landschaft eine kleine Überraschung. Ich hatte zwar keine klare Vorstellung, was mich erwartet, aber mit so vielen Bergen hatte ich definitiv nicht gerechnet. Auch dass unser Quartier auf etwa 400 Metern lag, wurde mir erst vor Ort so richtig bewusst – spätestens dann, wenn ich morgens die Tür öffnete und mir die kühle Luft entgegenkam.

Der erste Tag zeigte sich wie angekündigt von seiner nassen Seite. Also nutzten wir die Gelegenheit für einen Ausflug nach Mykene und verbanden das gleich mit etwas „Scouting“ für die kommenden Tage. Schnell wurde klar: Durch das kühle und feuchte Wetter der vergangenen Wochen war die Vegetation etwas hinterher, und viele Wiesen erinnerten eher an kleine Sumpflandschaften als an trockene Standorte.

Davon ließen wir uns aber nicht bremsen. Ab dem zweiten Tag ging es raus – in den Südosten, in den Süden und auch in den Südwesten. Den Norden ließen wir aus; die Aussicht, dort durch frischen Schnee zu stapfen, klang für uns alle wenig verlockend. Stattdessen konzentrierten wir uns auf die Regionen, die bessere Bedingungen versprachen – und wurden dafür auch belohnt.

Die letzten beiden Tage passten dann endlich richtig gut: trocken, warm, fast schon frühlingshaft. Diese Zeit nutzten wir intensiv in der Umgebung unseres Standortes – ohne lange Fahrten, dafür mit umso mehr Muse zum Entdecken und Fotografieren.

Trotz der nicht immer einfachen Bedingungen gab es für mich während der Zeit auf dem Peleponnes unglaublich viel Neues zu sehen. Manche Arten kannte ich bereits von Rhodos, viele waren komplett neu. Mit jedem Sonnenstrahl kam auch die Freude am Fotografieren zurück.

Am Ende bleibt das Gefühl, dass eine Woche für diese vielfältige Landschaft einfach zu kurz ist. Ich würde gerne wiederkommen – dann vielleicht mit etwas mehr Glück beim Wetter.

Die (fast) vollständige Sammlung der Bilder vom Peleponnes findest du hier

Teilen: Facebook